Kosmetikerin Ilona Hübner und Chiropraktikerin Marylin Hanstein geben Tipps, wie man es sich auch im Winter gutgehen lassen kann.
Der Winter hat in diesem Jahr schon früh begonnen, Mitte November der erste Schnee, dauerhafte Temperaturen um oder unter dem Nullpunkt – da ist man gut beraten, wenn man sich um die Gesundheit und den Körper gut kümmert. Denn gerade die kalten Temperaturen, denen man ausgesetzt ist, können Auswirkungen darauf haben, wenn man sich nicht präventiv kümmert. Wenn es um die Haut geht, ist Kosmetikerin Ilona Hübner Expertin. „Kalte Luft draußen und trockene Heizungsluft drinnen bringen die Haut aus dem Gleichgewicht. Viele Menschen klagen über Spannungsgefühle, Rötungen und Trockenheitsfältchen. Im Winter kommt die Haut schnell an ihre Grenzen“, sagt die Inhaberin des Studios Ilona Turk Kosmetik in Haan. Und ergänzt: „Wichtig ist, die Schutzfunktion der Haut ernst zu nehmen.“
Klare Konzepte helfen
Statt immer neue Cremes zu testen, helfe ein klares Konzept. „Eine milde, nicht austrocknende Reinigung, ein alkoholfreies Tonic zur Beruhigung und eine Creme, die Feuchtigkeit bindet und schützende Lipide liefert. So wird die Hautbarriere gestärkt“, sagt Ilona Hübner. Besonders empfindlich reagieren Wangen, Lippen und die Augenpartie. Sie profitieren im Winter von Zusatzpflege mit Serum, Maske und einer passenden Augencreme. „Ich arbeite mit regenerativen Hautkonzepten und einer eigenen Pflegelinie, die die Haut in ihrer Funktion unterstützt“, erklärt sie. „Viele meiner Kundinnen berichten, dass ihre Haut ruhiger wird, weniger brennt und wieder gepflegt statt gestresst wirkt.“ Die lichtarme Jahreszeit sei zudem ideal für aufbauende Anti-Aging-Kuren: Kosmetische Behandlungen, die die Hauterneuerung anregen, Kollagenstrukturen stärken und die Haut langfristig widerstandsfähiger machen, lassen sich jetzt gut einplanen.
Unterstützung des Nervensystems
Die Chiropraktikerin Marylin Hanstein betont die Bedeutung einer gesunden Ernährung und eines starken Immunsystems – und der Chiropraktik als Unterstützung des Nervensystems, das für die Kommunikation zwischen Gehirn und Körper verantwortlich ist. „Eine optimale Nervenfunktion ist essenziell für ein starkes Immunsystem“, sagt sie. Eine gesunde Ernährung könne hier helfen – viel Vitamine, vor allem Vitamin C, und Mineralstoffe wie Zink und Magnesium. „Dazu hilft Bewegung an der frischen Luft, damit das Herz-Kreislauf-System gestärkt und die Endorphin-Produktion gesteigert wird. Ausreichend Schlaf und Strategien zur Stressbewältigung sollten in den Alltag integriert werden – ich denke hier etwa an Yoga-Übungen, Meditation oder auch einfache Spaziergänge“, sagt Marylin Hanstein.
Es geht ihr um die ganzheitliche Herangehensweise, denn zusätzlich zu den genannten Methoden kann die Chiropraktik dabei helfen, Verspannungen und Blockaden im Körper zu lösen, was wiederum die Durchblutung verbessert und die Nervenaktivität stimuliert. „Das kann zu einer besseren Regulierung des Nervensystems führen.
In Studien ist bewiesen worden, dass Menschen, die regelmäßig chiropraktische Anwendungen in Anspruch nehmen, oft weniger anfällig für Infekte sind und sich auch schneller wieder davon erholen“, sagt Marylin Hanstein. Nicht zuletzt würden aber auch Freizeitaktivitäten, die einem Spaß machen, Lachen und Humor und Zeit in der Natur das Ihrige dazu beitragen, gesund durch den Winter zu kommen.

Wolfgang Weitzdörfer, Fotos: Marius Höfinger, Blackbird Visuals
