Bewegung unterm Dach

Wie gut, dass es jede Menge schöne Orte gibt, an denen man auch drinnen Sport treiben kann. Wir haben uns erneut im Bergischen umgeschaut und im zweiten Teil unserer Indoor-Sport-Serie vier weitere lohnende Locations rausgesucht.

Bergische Sportarena, Wermelskirchen

Welcher Sport wen fit und glücklich macht, ist immer subjektiv. Für die einen gibt es nichts Schöneres, als den Tennisball übers Netz zu schlagen. Andere kicken den Fußball lieber gleich ins selbige. Wieder andere brauchen den Adrenalinkick und nutzen dafür neueste Technologie wie VirtualReality-Brillen. In Wermelskirchen gibt es all das und noch so viel mehr gebündelt an einem Ort: in der Bergischen Sportarena. Tennis, Badminton, Hallenfußball im Käfig aber auch Laser-Tag und ganz neu ein Escape Room mit VR-Technik – Lukas Brandt und sein Team bieten wirklich die ganz große Bandbreite, wenn es um Sport und Entertainment geht. Besonders die VR-Brillen kommen sehr gut an, denn diese Variante der beliebten Escape Rooms findet man nicht überall. Durch das große Angebot eignet sich ein Besuch in der Bergischen Sportarena bestens für Familien. Während sich die Kids beim Laser Tag in beeindruckender Schwarzlicht-Optik duellieren, können die Eltern epische Ballwechsel auf dem Tenniscourt erleben. Firmenfeiern, Kindergeburtstage oder Junggesellenabschiede sind hier keine Seltenheit, denn mit der angeschlossenen Gastronomie bietet die Location ein echtes „Rundum-Sorglos-Paket” an, bei dem keine Wünsche offenbleiben. Die Bergische Sportarena ist montags bis freitags von 15 bis 23 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 23 Uhr geöffnet. Bei Vermietungen sind individuell abgesprochene Zeiten möglich. Die Arena befindet sich an der Beltener Straße 48 in Wermelskirchen.

www.bergische-sportarena.de


Schwimmen und mehr im life-ness, Radevormwald

Zugegeben, sogenannte Spaßbäder gibt es in jeder größeren Stadt. Ein paar Stunden im kühlen Nass können sich manchmal wie ein Kurzurlaub anfühlen. Aber das life-ness in Radevormwald hat wesentlich mehr zu bieten als ein Becken voll Wasser, denn hier wird der Schwimmsport großgeschrieben. Als eines der modernsten Schwimmbäder im Bergischen überzeugt das Bad mit optimalen Trainingsbedingungen. Fünf Bahnen à 25 Meter, Sport-Startblöcke und Wettkampfleinen sind ideal geeignet für Schul- und Vereinssport sowie Schwimmunterricht. Dazu sorgt moderne Technik für hervorragende Wasserqualität und Umweltschutz. In der hauseigenen Schwimmschule lernen Kinder vom Babyschwimmen bis zum Seepferdchen alles, was man braucht, um sicher im Wasser unterwegs sein zu können. In Nessi’s Kinderland im selben Gebäude können kleine und große Kinder auch nach Herzenslust toben oder Geburtstage feiern. Rutschen, Hüpfburgen, Trampoline oder Klettergerüste – hier ist für alle was dabei. Und wenn im Frühling die Sonne endlich rauskommt, kann man vor Ort auch draußen aktiv werden und auf der 18-Loch-Minigolfanlage in Turnierqualität seine Geschicklichkeit testen. Für die Gehirnakrobaten bietet der mietbare Tagungsraum auf dem Gelände moderne Technik, inklusive Beamer, WLAN, Leinwand und Musikanlage für Workshops, Seminare, Tagungen oder Vorführungen. Auch Catering ist optional buchbar. Das life-ness befindet sich an der Carl-DiemStraße 33 in Radevormwald. Die Preise für das Schwimmbad sind mit einer Tageskarte für 5 Euro für Erwachsene und 3,60 Euro für Kinder fair und erschwinglich gehalten.

www.life-ness.de


Crazy Jump, Wuppertal-Vohwinkel

Im westlichsten Zipfel Wuppertals geht es seit 2017 wirklich verrückt zu. Das Crazy Jump ist mit einer Größe von 5000 Quadratmetern der größte Trampolinpark in NRW. Aufgeteilt in die große Main Area, der Fun- und Kids-Area ist hier Spaß für Klein und Groß garanFoto: Boll-Archiv/Segovia Foto: Boll-Archiv/Moll tiert. Der sportliche Aspekt sollte dabei jedoch nicht unterschätzt werden, denn schon eine Stunde reicht aus, um den eigenen Körper an die Leistungsgrenze zu bringen. Egal, ob beim Basketball, auf dem Dodgeball-Feld oder beim Battle-Beam-Duell auf dem Balken über dem Foam-Pit – hier kann überall gesprungen werden. Mit einer kleinen Portion Überwindung lässt man sich vom Trapez aus in die Schaumstoffgrube fallen und möchte das Ganze sofort nochmal wiederholen. Geschicklichkeit und Griffkraft sind in der Fun Area auf dem Ninja Parcours oder beim Sprung vom Jump Tower aus drei Metern Höhe gefragt. Digitale Komponenten bringen den Spielspaß an der Reaction Wall oder beim Video Jump aufs nächste Level, während die Kleinsten im Alter von zwei bis fünf Jahren in ihrem eigenen Bereich die ersten Sprünge auf dem Trampolin sicher ausprobieren können. Für das leibliche Wohl nach der Action sorgt der hauseigene Kiosk, an dem man neben Pommes und Pizzaschiffen auch allerhand süße Knabbereien wie Schokoriegel, Muffins oder Donuts genießen kann. Getränke und das beliebte Slush-Eis sind natürlich auch im Angebot. Wer hier keinen Spaß hat, muss wirklich verrückt sein. Das Crazy Jump ist an der Vohwinkeler Straße 145d in Wuppertal zu finden und dienstags bis freitags von 13.30 bis 19 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags geht die Springerei bereits um 10 Uhr los. Der Montag wird zum Ausruhen genutzt.

www.crazy-jump.de


Wupperwände, Wuppertal

Steile Wände, Spaß ohne Ende – so könnte ein Leitspruch der Boulder-Community lauten, der seine Wirkung auf der 2400 Quadratmeter großen Wandfläche der Wupperwände besonders in der Vertikalen entfaltet. Seit 2006 können sich Kletterbegeisterte in bis zu 16 Meter Höhe begeben und durch pure Muskelkraft den eigenen Schweinehund überwinden. „Bouldern kann man ganz fantastisch für sich allein ausüben oder auch innerhalb einer Gruppe. Das Gefühl, oben anzukommen nach manchmal wochenlanger Trainingszeit ist in beiden Fällen gleich gut. Das macht Bouldern für viele so attraktiv”, sagt Manuel Dahmen, der die Wupperwände seit 2020 als Betriebsleiter im Auftrag des Deutschen Alpenvereins betreibt. „Beim Bouldern ist die Einstiegshemmschwelle recht gering. Kaum jemand steht vor einer unserer Wände und verspürt nicht den Drang, zumindest die ersten Schritte an den Klettergriffen auszuprobieren. Die erste Stufe ist ja noch vergleichsweise einfach zu schaffen. Zusätzlich bemerkt man relativ zügig die eigene Verbesserung, sodass viele einfach dabeibleiben”, beschreibt Dahmen den klassischen Erstkontakt mit der Wand. Wer sich selbst und seine Muskelkraft einmal auf die Probe stellen möchte, kann das am besten in einem der vielen angebotenen Kurse für Anfänger, Kinder sowie Fortgeschrittene tun. Die Wupperwände stehen an der Badischen Straße 76 in Wuppertal-Langerfeld. Die regulären Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 23 Uhr, während man dienstags und donnerstags bereits ab 10 Uhr klettern darf. Samstags und sonntags geht es von 10 bis 22 Uhr die Wände hoch. Für die Sommermonate befindet sich zudem im Außenbereich eine weitere, großzügig ausgestattete Kletterwand.

www.wupperwaende.de


Micha Walmsley, Fotos: Micha Walmsley, Stefan Brandt, Segovia, Moll