Viele Ideen und Pläne für das „Il Camino“

Bald feiert Paulo Carreira Gomes sein persönliches Zehnjähriges als Chef im italienischen Restaurant am Hasten. Er ist sehr zufrieden mit der Entwicklung.

Das italienische Restaurant „Il Camino“ am Hasten gibt es schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Seit bald zehn Jahren jedoch unter der Leitung von Paulo Carreira Gomes. Und es ist ein echt internationaler Gastronomiebetrieb, wie er lachend sagt. „Ich bin Portugiese, meine Frau kommt aus Italien – und wir haben unter unseren 13 Mitarbeitern ziemlich viele unterschiedliche Nationalitäten“, sagt der Gastronom, der bereits im „Il Camino“ gearbeitet hatte, bevor er das Restaurant 2016 übernahm. „Dazwischen habe ich dann auch einige Jahre in Düsseldorf gearbeitet“, sagt er. Beim Blick auf das vergangene Jahrzehnt zieht er eine positive Bilanz. „Wir haben damals natürlich nicht ganz von Null anfangen müssen, aber es hat sich auf jeden Fall unser Gästekreis deutlich erweitert. Wir haben nicht mehr nur Gäste aus Remscheid, auch wenn das ‚Il Camino‘ verwurzelt und für den Ortsteil wichtig ist“, sagt Paulo Carreira Gomes. Man profitiere viel von Geschäftskunden, die von außerhalb zu den Remscheider Betrieben kommen würden und dann eben auch zum Essen ins „Il Camino“. „Auch das Hotel gegenüber sorgt für Kundschaft. Insgesamt ist es eine sehr positive Entwicklung, auch wenn es natürlich immer wieder Schwierigkeiten gibt“, sagt Paulo Carreira Gomes. Er spielt dabei auf eine Dauerbaustelle an, die er schon länger umsetzen möchte. Der Begriff Baustelle ist dabei sogar wörtlich zu verstehen, denn Paulo Carreira Gomes möchte gerne einen Biergarten hinter dem Haus mit rund 40 Sitzplätzen schaffen. „Wir haben dafür auch schon die Baugenehmigungen, Ideen und Pläne – so soll es etwa eine separate Theke und einen eigenen Zugang geben“, sagt Paulo Carreira Gomes. Allerdings gestaltet sich die Finanzierung schwierig. Und dennoch wird klar, dass der Remscheider Gastronom an dieser Idee festhalten will. Ein Biergarten könnte das Angebot insbesondere im Sommer erweitern. Aktuell gibt es im Inneren des Restaurants im Wintergarten und dem Gastraum rund 80 Sitzplätze, dazu kommen 22 Plätze auf der Außenterrasse. „Der Wintergarten eignet sich besonders für Gesellschaften, weil es ein großer Raum ist. Der wurde übrigens 2006 angebaut“, sagt Paulo Carreira Gomes. Er selbst kocht zwar auch gerne, ist aber – ganz der gute Chef – überall im Restaurant unterwegs. „Meistens bin ich hinter der Theke zu finden“, sagt er. Und der Ruf des „Il Camino“ ist gut, das hat sich in Remscheid herumgesprochen. Mit einer schönen Konsequenz. „Seit anderthalb Jahren haben wir keinen Ruhetag mehr, sondern von Montag bis Sonntag geöffnet. Das läuft auch sehr gut. Aber aus diesem Grund sind wir noch auf der Suche nach ein bis zwei festen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern im Service“, sagt er. Interessierte können sich einfach bei ihm melden. „Sie sollten Gastronomie leben, das ist wichtiger als viel Vorerfahrung – lernen kann man schließlich alles“, sagt er.

Gute Getränke gehören auch zu einem gelungenen Abend im italienischen Restaurant am Hasten.

Italienisch durch und durch

Das „Il Camino“ ist ein italienisches Restaurant. Das spiegelt sich natürlich auch auf der Speisekarte wider. „Wir haben im Winter einen Ossobuco mit Risotto Milanese – den bekommt man hier nicht so oft, im Mai und Juni sind es vor allem Spargelvariationen, etwa eine Spargellasagne oder gefüllte Pasta mit Spargel und eine Spargelpizza. Wenn die Ernte gut ist, freuen wir uns schon auf verschiedene Pfifferling-Gerichte im Sommer“, sagt Paulo Carreira Gomes. Auch wenn es nicht unbedingt nötig ist, empfiehlt der Gastronom die Reservierung per WhatsApp, damit man auch auf jeden Fall einen Platz bekommt.

Wolfgang Weitzdörfer, Fotos: Wolfgang Weitzdörfer