Ein Ausflugsziel für Liebhaber guter Küche

Nelson Müller betreibt an der Diepeschrather Mühle in Bergisch Gladbach zwei Restaurants und ein Hotel. Dabei musste der bekannte TV-Koch auch völlig neue Dinge lernen.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Areal rund um die Diepeschrather Mühle in Bergisch Gladbach schon lange. Wanderwege, ein schöner Spielplatz für den Nachwuchs und eine tolle Umgebung machen den Reiz für Erholungsuchende aus. Schon in der Vergangenheit gab es hier auch ein Café, doch seit einigen Monaten erstrahlt das ganze Gelände in neuem Glanz: Der aus dem TV bekannte Koch Nelson Müller hat hier einen Dreiklang aus „Relais & Chateaux Hotel“, der Brasserie „Müllers in der Mühle“ und dem Gourmetrestaurant „Schote“ geschaffen.

Gormetrestaurant Schote mit elegantem Landhausstil.

Viel Liebe zum Detail

Dabei war die Rolle als Hotelier für Müller anfangs ungewohnt, wie er selbst sagt: „Du denkst noch wie ein Koch und Restaurantbesitzer, aber das Hotel braucht einen anderen Fokus.“ Sein exklusives, mit viel Liebe zum Detail eingerichtetes Haus bietet 18 Superior Doppelzimmer, fünf Suiten und zwei Wellness-Zimmer. Mit dem Hotel „Diepeschrather Mühle“ und dem Restaurant „Schote“ gehört Müller der Vereinigung „Relais & Châteaux“ an, einem weltweiten Zusammenschluss von Luxushotels und Restaurants. „Ganz am Anfang war es ein bisschen wie der Spaziergang mit einem sehr großen Hund – man weiß nicht so genau, wer wen an der Leine hat“, sagt Müller rückblickend über seine Anfangstage als Hotelier und lacht. Es sei eine riesige Umstellung gewesen von den ehemals 100 Quadratmetern Gastronomie-Fläche, die er am früheren „Schote“-Standort Essen zur Verfügung hatte, hin zu rund dreieinhalb Hektar Fläche mit verschiedenen Angeboten in Bergisch Gladbach. „Ich mache auf jeden Fall deutlich mehr Meter am Tag“, berichtet er grinsend. Die Preise für die großzügig geschnittenen Zimmer und Suiten im Hotel beginnen bei 260 Euro pro Nacht. Wer möchte, nutzt den exklusiven Wellness- und Spa-Bereich und kann aus einem breiten Angebot an Behandlungen wählen. Zudem kann für die An- oder Weiterreise ein Porsche-Shuttle-Service dazugebucht werden. Und natürlich bietet es sich an, ein Wellness-Wochenende im Hotel mit einem Besuch des Gourmetrestaurants „Schote“ zu verbinden.

Nelson Müllers Diepeschrather Mühle besticht durch Idylle und Naturnähe.

Der Stern soll zurückkommen

Eigentlich soll es an dieser Stelle „Sternerestaurant Schote“ heißen, doch durch den Umzug von Essen nach Bergisch Gladbach mit einer längeren Renovierungsphase blieb Müller und seinem Team nicht ausreichend Zeit, den Michelin-Stern zu verteidigen. Nun ist die Mission klar: Der Stern soll unbedingt zurückerobert werden! „Wir wollen ihn hier in Bergisch Gladbach haben“, betont Nelson Müller, und hat schon allerhand Ideen für neue Gerichte, die er ausprobieren möchte. Dabei betont er, wie wichtig seine Mitarbeiter sind: „Das Team muss stehen, es muss genügend Power da sein, um das Handwerk in der Qualität auszuüben, die wir brauchen.“ An der Diepeschrather Mühle möchte er außerdem – soweit möglich Anzeige– mit regionalen Produzenten zusammenarbeiten, etwa bei der Forelle aus den Teichen des benachbarten Angelparks. Die Brasserie „Müllers in der Mühle“ ist die Restaurant-Alternative auf dem Gelände, „für jede Gemütslage“, wie Nelson Müller sagt. Hier gibt es neben ganzen Menüs auch Kleinigkeiten wie eine Currywurst oder den Klassiker Wiener Schnitzel. Somit finden auch Kinder problemlos etwas nach ihrem Geschmack auf der Karte, wenn beispielsweise eine Familienfeier stattfindet. Platz genug für solche Feiern ist da, gerade im Sommer, wenn auch die große Terrasse genutzt werden kann.
Die ersten Hochzeiten wurden in der Mühle bereits gefeiert. Besonders praktisch: Die Diepeschrather Mühle ist eine offizielle Außenstelle des Standesamtes der Stadt Bergisch Gladbach. Nelson Müller selbst hat seinen Lebensmittelpunkt ebenfalls in die Region verlagert – einerseits wegen der Nähe zur Mühle, andererseits wegen der schönen Umgebung. Auch wenn er nur selten Freizeit hat, so genießt er es, dann auszuspannen und zum Beispiel in die Natur an den Bach zu gehen. Ausgehen, zwischendurch Freunde treffen, die in der Nähe wohnen, ein bisschen trainieren – das lenkt ihn vom stressigen Alltag ab.

Anne Richter, Fotos: Ydo Sol