Meditative Klänge, warmes Licht, ein leicht holziger Raumduft und ein herzliches Willkommen. Die Atmosphäre und das Interieur von Marie Romanowskis Pilatesstudio „Pilates by Marie“ erinnern im ersten Moment eher an einen Wellnessbesuch als an hartes Fitnesstraining.
Bei „Pilates by Marie“ gilt die Devise: Alles kann, nichts muss. Romanowski leidet selbst seit ihrem elften Lebensjahr an Skoliose und weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Stärkung der Tiefenmuskulatur ist. „Pilates is my therapy“ lautet das Motto der zertifizierten Trainerin mit Background in Gesundheitsökonomie und Public Health. Denn Pilates hat ihr nicht Bei Marie Romanowski lautet das Motto „Pilates is my therapy“. nur auf körperlicher, sondern auch auf geistiger Ebene enorm viel gegeben. Seit 2022 ist sie selbstständig und widmet sich voll und ganz ihrer Leidenschaft. Im Vordergrund stehen die Begeisterung für Bewegung sowie der Zugang zum eigenen Körper und der inneren Mitte. Deshalb hat das Wohlbefinden ihrer Teilnehmer auch immer oberste Priorität. Alle 75-Minuten-Sessions sind stets fordernd, aber nie überfordernd.


„Aktuell der größte Hype in der Pilates-Welt“
Neben dem regulären Pilates auf der Matte und den Stretch & Relax-Einheiten bietet das Studio seit Juli sogenannte Reformer- Kurse an. Der Reformer ist ein spezielles Trainingsgerät, das durch die gezielte Arbeit mit Widerständen und dem eigenen Körpergewicht ein besonders gelenkschonendes und funktionelles Krafttraining ermöglicht – aktuell der größte Hype in der Pilates-Welt. Eine Schnupperstunde in Düsseldorf hat es Romanowski so sehr angetan, dass sie sich dafür entschied, eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren. Wichtig war ihr dabei, das Konzept zu ihren eigenen Bedingungen umzusetzen. Statt einem oberflächlichen Lifestyle zu entsprechen, möchte sie mit „Pilates by Marie“ einen sicheren Ort ohne Bewertung bieten. „Ich freue mich sehr, dass ich Frauen aus dem wahren Leben begegne und die Gruppen immer bunt durchmischt sind. Ich bin selbst auch gebürtig aus Solingen, liebe diese Stadt und bin froh, hier mein Studio zu haben“, hebt die Gesundheitsökonomin hervor. Auch wenn Männer zahlenmäßig in der Unterzahl sind, finden sie vereinzelt immer wieder den Weg in ihre Kurse. Für das Reformer-Training werden rutschfeste Socken mit Gumminoppen benötigt. Die meisten Teilnehmer sind keine Neulinge und zumindest bereits mit der Matte vertraut. Romanowski betrachtet den Reformer vielmehr als Ergänzung und nächsten Schritt denn als bloße Alternative. „Für mich ist die korrekte Form der Übungen besonders wichtig. Bei mir heißt es auf der Matte lernen, auf dem Reformer wachsen.“ Vor dem eigentlichen Workout geht es aber erst mal ins Warm-up: „Lasst alles locker und den ganzen Ballast fallen. Hört auf euren Körper. Schließt die Augen und seid einfach in diesem Moment.“ Jeder Reformer ist neben dem Schlitten mit einer Footbar, Federn, Schlaufen sowie einer Kopfstütze und Schulterpolstern ausgestattet. Abhängig vom gewünschten Schwierigkeitsgrad und der spezifischen Übung variiert die ideale Federstärke. Bei der Ausführung schaut die Sport-Enthusiastin ganz genau hin und rät bei Unsicherheit zunächst lieber zum leichten Widerstand. „Die Flankenmuskulatur anspannen, achtet immer auf euren Bauch. Das ist die Basis.“ Mit geschultem Blick und motivierenden Worten korrigiert die Pilates-Trainerin achtsam: „Klasse, versuche die Füße nur noch etwas näher zusammenzustellen.“ Gerade beim Kreiseziehen mit den Beinen in den Schlaufen zeigt sich der deutlich erhöhte Bewegungsspielraum durch den Reformer. Zudem wird die Muskulatur sowohl in der verkürzten als auch der gestreckten Position beansprucht, was das Training ganzheitlicher macht als konventionelles Geräte- und Hanteltraining. Marie Romanowski ist dankbar für das durchweg positive Feedback und möchte in Zukunft noch mehr über die Vorteile von Pilates aufklären. „Gerne teile ich in meinen Kursen bereits kleine Wissenshäppchen und möchte das bald auch in einem größeren Rahmen tun.“ Daher startet sie ab Mitte Oktober auf Instagram durch, um sich noch stärker mit ihrer Community zu vernetzen.
Malina Cerveny, Fotos: Malina Cerveny
